Aktuell

Burgerversammlung in luftiger Höhe

In diesen heissen Tagen kommt eine Abkühlung in luftiger Höhe gelegen: Die Burgergemeinde Biel traf sich für die letzte Burgerversammlung in unserer Bergwirtschaft auf der Hohmatt in Magglingen. Das Restaurant in idyllischer Gegend ist erfolgreich und beliebt, nicht zuletzt dank der Pächterin Frau Niederberger, die ihre Gäste mit viel Freude und Engagement verwöhnt.

Im Rahmen der Burgerversammlung wurden folgende Informationen vermittelt:

Am Auffahrts-Donnerstag dieses Jahres war am Jura eine dicke Rauchwolke zu sehen: Der Bergbau-ernhof Sässeli fiel einem Feuer zum Opfer und brannte komplett ab. Trotz raschem Handeln der Be-wohner vor Ort konnte das Feuer nicht rechtzeitig gelöscht werden. Glücklicherweise kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden.

Im April 2017 hatte die Burgergemeinde einen interessanten Einsatz oberhalb des SBB-Vingelztunnels: 150 Schwarzföhren, welche vom Pilz „Sphaeropsis sapinea“ befallen waren, mussten gefällt werden. Die Burgergemeinde Biel bereitete diese schwierigen Arbeiten im Auftrag der sicher-heitsrelevanten Stellen vor und wurde dabei von einem Helikopterunternehmen unterstützt.

Ein weiterer Meilenstein konnte ebenfalls in Bezug auf die Sanierung der erworbenen Liegenschaft an der Wasenstrasse 12 gesetzt werden. Mit dem Ziel, im Frühjahr 2018 mit den Bauarbeiten zu starten, kann nun die Planungsphase ausgelöst werden.

Zudem gab es auch in diesem Sommer wieder neue Einburgerungen: Die Burgergemeinde Biel freut sich über die neue Mitgliedschaft von Herrn und Frau Marti und Regula Schwendimann aus Biel.

Bergbauernhof Sässeli abgebrannt

Der Bergbauernhof Sässeli wurde Opfer eines Feuers. Am Auffahrts-Donnerstag war die Métairie völlig abgebrannt. Weder Menschen noch Tiere kamen zu Schaden. Auch wenn die Bewohner vor Ort waren und rasch reagierten, konnte das Feuer nicht rechtzeitig gelöscht werden. Der lange Anfahrtsweg der Feuerwehr, die begrenzte Wasserversorgung aber auch die auffrischende Bise verunmöglichten ein Löschen. Die Rauchfahne war von weit her zu sehen. Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist ein Kaminbrand für das Feuer verantwortlich. Dies ist noch Gegenstand von Abklärungen.
Die Burgergemeinde Biel prüft nun, ob der Bergbauernhof an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden soll. Der jetzige Standort liegt im Abbauperimeter des Steinbruchs Tascharner. Mittelfristig müsste die Métairie dem Abbau weichen.

Spektakuläre Helikopteraktion oberhalb des SBB-Vingelztunnels

Mit Unterstützung eines Helikopterunternehmens konnte die Burgergemeinde Biel die vom Pilz befallenen Schwarzföhren am Steilhang gefahrenlos entfernen. Über den neu entstandenen Raum freuen sich heimische Bäume und Sträucher.

Nach den Vorbereitungsarbeiten der Burgergemeinde Biel Ende März, konnte nun der Helikopter ans Werk. Die spektakuläre Aktion wurde von Revierförster Bernhard Moser koordiniert und die Forstwarte hielten Stellung in den Bäumen. Baum für Baum wurde gefällt und vom Helikopter an einem Drahtseil davongetragen. Die gefällten Bäume wurden bei einer Lichtung deponiert und anschliessend von einem Sattelschlepper wegtransportiert. Was bleibt sind gesunde Bäume und Raum für neue heimische Pflanzen.

Kranke Schwarzföhren werden gefällt

Die Burgergemeinde Biel wird in den kommenden Tagen rund 150 kranke Schwarzföhren oberhalb des SBB-Vingelztunnel fällen. Die Nadelbäume sind vom Pilz „Sphaeropsis sapinea“ befallen und fallen durch ihre braun verfärbten Baumkronen auf. Die Burger-gemeinde Biel wird bei ihrem Einsatz von einem Helikopterunternehmen unterstützt.

Der sogenannte „Sphaeropsis sapinea“ ist ein Pilz, der 1991 erstmals in der Schweiz aufgetre-ten ist. Er befällt insbesondere die Nadeln von Föhrenarten, die unter Wasser- und Nährstoff-mangel leiden, wobei die Schwarzföhren am stärksten betroffen sind. Die extremen Witterungs-verhältnisse der letzten Jahre haben zudem die Verbreitung des Pilzes gefördert. Als Resultat des Befalls sterben die Nadeln der Bäume ab. Falls die ganze Krone betroffen ist, stirbt ge-zwungenermassen der ganze Baum ab. Was aber dem Menschen als ästhetisches Problem er-scheint, erweist sich für die Natur als positiv: Der Ausfall, der in der Schweiz nicht heimischen Schwarzföhren, schafft Platz für heimische Bäume und Sträucher.

Schwierige Arbeiten in einem schwierigen Gelände
Problematisch sind vor allem die absterbenden Schwarzföhren oberhalb des SBB Vingelztun-nels im Gebiet Felseneck. Diese könnten womöglich auf die SBB Geleise oder die A5 rutschen. Zudem queren dieses Gebiet viele gut frequentierte Wanderwege. Um dieses Gefahrenpotential zu minimieren, werden die nächsten Tage in diesem Gebiet rund 150 kranke Schwarzföhren gefällt. Die Burgergemeinde Biel bereitete diese schwierigen Arbeiten im Auftrag der sicher-heitsrelevanten Stellen vor. Im schwierigen Gelände, wo durch die Arbeiten keine Steine gelöst werden sollten, wird sie von einem Helikopterunternehmen unterstützt. Um möglichen Wald-bränden vorzubeugen, muss das Kronenmaterial aus der Fläche geschafft werden. „Es ist der letzte Zeitpunkt, in dem die Arbeiten im Naturschutzgebiet noch erlaubt wurden“, so Kuno Mo-ser, Oberförster der Burgergemeinde Biel. „Danach muss wiederum Ruhe bis nach der Vegeta-tionszeit einkehren“.

Schwarzföhren aus dem Mittelmeer
Als Holz in den Weltkriegsjahren ein knappes Gut wurde, überlegten diverse Fachleute wie die „Holznot“ verringert werden könnte. In Biel und Bözingen wuchsen an den kargen südexponier-ten Flächen nur wenige Bäume und diese hatten oft mit Trockenheit zu kämpfen. Dies brachte die Forstfachleute auf die Idee, diese Flächen mit Schwarzföhren zu bepflanzen. Die in Südost-europa und im Mittelmeerraum heimische Föhrenart erträgt Trockenheit relativ gut und wächst daher auch auf kargen Böden.

Baumpflege: Richtiges Schneiden für gesundes Wachstum

Die Burgergemeinde Biel hegt und pflegt Bäume jeglicher Art: Fast das ganze Jahr durch beschäftigen sich deren Spezialisten mit Baumschnittaktivitäten in den Gärten und Grünräumen der Region. Die Burgergemeinde bietet somit ihr langjährig erarbeitetes und an den eigenen zig tausend Bäumen erfolgreich umgesetzte Fachwissen auch Privatpersonen an.

Marcel Tanner ist gelernter Forstwart und diplomierter Förster. Er bringt aus mehrjähriger Erfahrung wertvolles Wissen über Baumschnittaktivitäten mit. Bereits früh entwickelte er ein besonderes Interesse für die Baum- und Strauchpflege und absolvierte mehrere Weiterbildungen in diesem Bereich. Heute ist er bei der Burgergemeinde Biel vor allem tätig im Bereich der Baumpflege.

Anfangs März waren während sechs Tagen drei Spezialisten, mitunter auch Marcel Tanner, an der Lyssstrasse 75 in Nidau mit Baumschnittaktivitäten beschäftigt. Dabei haben sie Bäume aus Sicherheitsgründen von dürren Ästen befreit sowie auf ihre optimale Höhe geschnitten. Oft müssen Bäume auch aufgrund Platz- oder Lichtmangel gekürzt werden.
Gute Baumkenntnisse sind bei der Baumpflege von grosser Bedeutung. Besonders zu beachten gilt einerseits, dass die Bäume regelmässig und ihrer Form gerecht geschnitten wer-den. Andererseits sollte die Schnittfläche die Grösse eines „Fünflibers“ nicht überschreiten, da diese Wunde ansonsten zu wenig rasch heilt und zur Eintrittspforte für Pilze wird, was gravierende Fäulnisse zur Folge haben kann. „Das mittelfristige Todesurteil eines Baumes ist, wenn er geköpft wird“, erklärt Tanner. Werden Bäume falsch geschnitten erhöht sich das Gefährdungspotential und als Konsequenz müssen sie umso regelmässiger geschnitten werden.

Für die Spezialisten der Burgergemeinde Biel gelten im Zusammenhang mit der eingesetzten, aus dem Klettersport bekannten Langseiltechnik für das Klettern im Baum besondere Regeln. „Angst zu haben wäre falsch, stets den Respekt zu wahren ist wichtig!“, so Marcel Tanner. Forstwarte sind verpflichtet, aus Sicherheitsgründen mindestens zu zweit zu arbeiten und den obligatorischen Sicherheitsvorschriften wie dem Tragen von Helm und Sicherheitshose zu folgen. Ebenfalls Vorsicht bei der Arbeit ist geboten bei starken Regen- und Windverhältnissen aufgrund von Rutschgefahr.

 

Burgergemeindeversammlung vom 28.11.2016

Für die Burgergemeinde neigt sich ein ereignisvolles Jahr dem Ende zu: Die Läset war ein voller Erfolg, ein sanierungsbedürftiges Haus und ein vergessener Friedhof sollen wieder zum Leben erweckt werden und zum Jahresabschluss ist die Burgergemeinde wieder mit dem altbekannten kanadischen Blockhaus am Weihnachtsmarkt in Biel mit dabei.

Wenn die Tage kürzer werden, die Bäume ihre Blätter verlieren und langsam Weihnachts-stimmung aufkommt, ist bei der Burgergemeinde wieder einiges los. Sie fällt am Weihnachts-markt in Biel mit dem kanadischen Blockhaus in der Dufourstrasse direkt ins Auge und verkauft ihre bekannten kulinarischen Köstlichkeiten. Anlässlich der Burgergemeindeversammlung Ende November 2016 wurde informiert, dass die Getränke neu in Mehrweggeschirr serviert werden. Dies zwang die Burgergemeinde, die Preisstruktur anzupassen.

Vor der Weihnachtszeit war auch die Läset im Herbst ein grosses Ereignis: Die Burgerinnen und Burger können mit der diesjährigen Ernte zufrieden sein. Der Ertrag und die Qualität der Weintrauben konnte deutlich verbessert werden. Ein weiteres Fundstück ist der Familienfriedhof am Schweizersbodenweg. In einer Dokumentation, zusammengestellt von der Ehrenburgerin Margrit Wick, wird die Bedeutung des vergessenen Friedhofes akzentuiert. Die Burgergemeinde will sich dieser Ruhestätte gerne etwas annehmen und wird die Verantwortlichen motivieren diesen zu pflegen. Auch bei der Suche nach einem neuen Hauskauf waren die Verantwortlichen der Burgergemeinde erfolgreich. Eine an der Wasenstrasse 12 gelegene, in die Jahre gekommene Liegenschaft wurde von den Burgerinnen und Burgern gekauft und wird in naher Zukunft von ihnen saniert.

Anlässlich der Burgerversammlung standen zudem Gesamterneuerungswahlen an. Ulrich Schmid wurde als Burgerratspräsident, Peter Moser als Burgergemeindepräsident bestätigt. Zudem wurde Monica Meyer-Bühler von ihrer Schwerster Elisabeth Torresan-Bühler als Burgerrätin abgelöst. Monica Meyer-Bühler war seit 2003 im Burgerrat und amtierte von 2005 bis 2015 als Vizepräsidentin. Des Weiteren musste in Folge Amtszeitbeschränkung Stephan Alioth das Präsidium der Sozialbehörde abgeben, worauf Adrian Strobel neu in diesem Gremium Einsitz nimmt.

 

Weihnachtsstimmung im kanadischen Blockhaus der Burgergemeinde

Wer durch den Weihnachtsmarkt in Biel schlendert, sollte auf jeden Fall einen Zwischenhalt beim kanadischen Blockhaus der Burgergemeinde einlegen. Besucherinnen und Besucher kommen dort in den Genuss von Glühwein und weiteren kulinarischen Köstlichkeiten.

Wieder geht ein Jahr zu Ende und Weihnachten steht schon bald vor der Tür. Doch bevor die Feiertage eingeläutet werden können, heisst es für die Burgergemeinde wieder Marktzeit. Wie jedes Jahr bewirtschaftet sie ihre Kundschaft am Weihnachtsmarkt in Biel bei ihrem kanadischen Blockhaus in der Dufourstrasse.
Die Burgergemeinde Biel ist seit dem Jahre 2000 am Weihnachtsmarkt in Biel dabei und ist mit ihrem Markenzeichen, dem kanadischen Blockhaus, immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit. Der Transport des soliden Holzhauses ist jedes Mal aufs Neue eine spektakuläre Angelegenheit.
Das romantische Holzhaus ist das logistische Zentrum und der kulinarische Treffpunkt für Geniesserinnen und Geniesser. Der Duft von würzigem Glühwein, saftigem Pilzrisotto und gegrillter Wildschwein- und Kalbsbratwurst sowie währschafter Erbssuppe lockt jedes Jahr eine Vielzahl von Besucherinnen und Besuchern an.

 

Der besondere Treffpunkt am Weihnachtsmarkt Biel:

Die Burgergemeinde Biel verwöhnt die BesucherInnen auch dieses Jahr mit Spezialitäten.

Öffnungszeiten:

Montage:          5.*/12.* und 19. Dezember 2016    11.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Dienstage:        6./13. und 20. Dezember 2016       11.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Mittwoch:         7./14. und 21.Dezember 2016        11.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Donnerstage:   8./15. und 22. Dezember 2016       11.00 Uhr bis 21.30 Uhr
Freitage:           9./16. und 23. Dezember 2016      11.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Samstage:        3.,10. und 17. Dezember 2016      11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntage:        4.,11. und 18. Dezember 2016       11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag:          24. Dezember 2016                       11.00 Uhr bis 17.00 Uhr

* An den Montagen 5. und 12.12.2016 werden nur Glühwein und Weihnachtstee ausgeschenkt. Die Küche bleibt an diesen beiden Tagen geschlossen.

Hochwertiges Burger-Holz wird zu imposanter Holzskulptur

Für den «Designers‘ Saturday» in Langenthal entstand aus wertvollem Holz der Burgergemeinde Biel ein eindrucksvoller «Holz-Pixel». Sowohl Besucherinnen und Besucher als auch die Fachjury waren von dem ästhetischen Kunsthandwerk begeistert.

Am «Designers‘ Saturday» vom 5. und 6. November 2016 imponierte die freischwebende Holzskulptur in der Halle der Hector Egger AG in Langenthal sämtlichen Besucherinnen und Besuchern. Auch die Fachjury war beeindruckt und zeichnete den «Holz-Pixel» mit Silber in der Kategorie Carte Blanche aus. Die filigrane, aufgefächerte Holzfigur wurde aus Douglasienholz geschnitzt, welches vor rund 120 Jahren in den Wäldern der Burgergemeinde Biel gepflanzt wurde. Das mittelschwere, harte Holz zeichnet sich besonders durch die gelbrötliche Färbung, die hohe Dauerhaftigkeit und die qualitative Hochwertigkeit aus. Die einzigartige Skulptur versinnbildlicht das vielseitige Studien- und Weiterbildungsangebot sowie die Entwicklungsmöglichkeiten mit nationaler und internationaler Ausstrahlung der BFH Biel.

Fotos: Andrea Grasser, Frank Budweg

Burger-Läset 2016: Ertrag lässt sich sehen

Die Burgergemeinde Biel ist mit der diesjährigen Ernte zufrieden. Der Ertrag aus Pinot Gris- und Pinot Noir Trauben konnte deutlich gesteigert werden. Der goldene Herbst leistete ebenfalls seinen Beitrag dazu.
Rund 25 Burgerinnen und Burger waren an diesem Sonntag im Rebberg „Cornemuse“ aktiv. Sie konnten nicht weniger als 884 kg Pinot Gris und 430 kg Pinot Noir ernten. Erfreulich war nicht nur der Ertrag, sondern auch die Qualität der Trauben. Laut dem zuständigen „Rebmeister“ Benno Hadorn kann sich die Burgergemeinde Biel auf einen guten Jahrgang freuen.
Letztes Jahr waren die Vögel angetan von den wertvollen Trauben und pickten die ersten 5 bis 10 waldnahen Rebstöcke leer. Dank den neu installierten Hagel- und Vogelschutznetzen konnte der Verlust durch Vögel deutlich reduziert werden. Diese Investition hat sich gelohnt und die Trauben konnten bei herrlichem Septemberwetter reifen. Zudem kommen die noch jungen Rebstöcke langsam zum vollen Ertrag, was ebenfalls zur Steigerung der Quantität beigetragen hat. Nun werden die Trauben vom Winzermeister Beat Burkhardt in Ligerz zu hochwertigen Weinen veredelt.

„Sonderwaldreservat Chasseral Nord“ – wichtiger Schutz der Artenvielfalt in der Schweiz

Im Gebiet des Chasseral Nord wird mit Unterstützung der Burgergemeinde Biel ein Sonderwaldreservat aufgewertet. Damit sollen wichtige Lebensräume für selten gewordene Tierarten geschützt und sichergestellt werden.

Durch die intensive Landnutzung des 20. Jahrhunderts in der Schweiz wurden bereits viele naturnahe Lebensräume verschiedenster Tierarten beeinträchtigt und zerstört. Mit sogenannten Sonderwaldreservaten unter anderem in der Region des Chasseral, soll dies verhindert werden. Ziel ist es, in dieser Region den Lebensraum für das Auerwild aufzuwerten. Dies beinhaltet Massnahmen wie die Auflockerung des Waldes, Förderung von beerentragenden Sträuchern, Förderung von Nadelbäumen, sowie eines stufigen, artenreichen Waldrandes. Obwohl mit dieser Aufwertung die Rückkehr der Vögel nicht gesichert werden kann, können davon weitere Tier- und Pflanzenarten profitieren.

Die Burgergemeinde Biel ist mit über 50 Prozent der eingebrachten Fläche wichtigster und aktivster Partner im Sonderwaldreservat Chasseral Nord. Sie kann unter anderem Dank Erträgen aus Abbaugebieten und Steinbrüchen, die sich auf ihrem Boden befinden, weiter in Natur- und Landschaftsschutz investieren.

Zurzeit sind die Arbeiten noch in vollem Gange. Doch sobald die Feuer im Herbst wieder brennen, ist ein Ende in Sicht und die Reste der Forstarbeiten werden unter dem Einsatz der Steinerschule Biel aufgeräumt.

 

Impressionen 2015:

Ausgelassene Stimmung auf dem Bielersee

Das Wetter hätte nicht besser sein können: Die Burgergemeindeversammlung auf der MS Petersinsel war geprägt von einer eindrücklichen Seekulisse, einem stimmigen Sonnenuntergang und dem gemütlichem Zusammensein.

Über 70 Burgerinnen und Burger nahmen am 28. Juni 2016 an der Burgergemeindeversammlung unter dem Vorsitz von Peter Moser auf dem Bielersee teil. Im Zentrum der Versammlung standen neben der Jahresrechnung 2015 ebenfalls die Information zu den laufenden Landgeschäften sowie der Rückblick auf den Burgerbummel von Anfang Juni. Der Besuch des Steinbruchs Tscharner und der Blick hinter die Kulissen der Grubenbewirtschaftung durch die Ciments Vigier SA in Péry stiessen auf grosses Interesse.
Der anschliessende Imbiss auf dem Deck der MS Petersinsel im Sommerabendlicht wird allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.

Burgerbummel 2016

Am darauffolgenden Tag wurde wie auch beim Behördenbegang den Burgerinnen und Burger einen Einblick über die vielseitige Grubenbewirtschaftung und die begleitenden ökologischen Ersatzmassnahmen verschafft. Die Steinbrüche sind eine wichtige Einkommensquelle für die Burgergemeinde Biel. Rund 20 Prozent des Ertrages der Burgergemeinde Biel stammt aus den Entschädigungen der Landbeanspruchung, für Arbeiten an den Infrastrukturanlagen sowie für die Umsetzung von ökologischen Ersatzmassnahmen. Die Reise in die Welt der Grubenbewirtschaftung stiess bei den Burgerinnen und Burger auf grosses Interesse.

Grubenbewirtschaftung ermöglicht Natur- und Landschaftsschutz

Das Werk der Ciments Vigier SA in Péry bezieht seinen Rohstoff aus den Steinbrüchen Tscharner und Châtel. Der Abbau erfolgt grösstenteils auf Boden der Burgergemeinde Biel. Rund 100 Gäste wurden im Rahmen des traditionellen Behördenbegangs der Burgergemeinde aus erster Hand über die vielseitigen Aspekte der Grubenbewirtschaftung sowie über die begleitenden ökologischen Ersatzmassnahmen informiert.

Die Produktion von Zement in der Klus von Reuchenette hat eine lange Tradition. Bereits seit 1891 produziert die Ciments Vigier SA den wichtigen Baustoff. Die Burgergemeinde Biel ist seit 1931 Vertragspartner der Ciments Vigier SA. Dazumal wurde im Bereich der Charuque Waldungen unter Tag abgebaut, ab 1950 erfolgte der offene Abbau in der Grube Charuque. Mitte der 80-iger Jahre folgte der Abbau von Gestein in der Grube Châtel und seit rund 15 Jahren werden in der Grube Tscharner die wichtigen Basisrohstoffe Kalk und Mergel für die Zementproduktion gewonnen.

Im Rahmen des traditionellen Behördenbegangs der Burgergemeinde Biel verschafften sich über 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einen Einblick über die vielseitige Grubenbewirtschaftung sowie die begleitenden ökologischen Ersatzmassnahmen. Die Ciments Vigier SA produziert jährlich rund 900‘000 Tonnen Zement, dies entspricht rund 20 Prozent der Schweizer Produktion (4,4 Millionen Tonnen). Die jährliche Abbaumenge in Péry-Reuchenette beträgt über 400‘000 m3 Kalkstein und Mergel. Der Abbau erfolgt grösstenteils auf Boden der Burgergemeinde Biel, ein kleiner Teil des Terrains ist in Besitz der Burgergemeinde Orvin.

Ein wichtiger Aspekt der Grubenbewirtschaftung ist die Umsetzung der ökologischen Ausgleichsmassnahmen in der Region, unter anderem im Gebiet des regionalen Naturparkes Chasseral. Zudem werden Abbaugebiete wieder renaturiert und aufgeforstet. Arbeiten, die teilweise von der Burgergemeinde Biel ausgeführt werden. Exemplarisch dafür stehen die Steinbrüche Charuque und Châtel sowie die angrenzenden Gebiete, welche aufgrund der umgesetzten ökologischen Ersatzmassnahmen einen vielseitigen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bieten.

Die Steinbrüche sind eine wichtige Einkommensquelle für die Burgergemeinde Biel. Rund 20 Prozent des Ertrages der Burgergemeinde Biel stammt aus den Entschädigungen der Landbeanspruchung, für Arbeiten an den Infrastrukturanlagen sowie für die Umsetzung von ökologischen Ersatzmassnahmen. Der Ertrag aus den Gruben wird wieder in der Region investiert, sei dies im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes oder im Sozialbereich (Sozialfonds). „Die Nutzung des Waldes ist in der Schweiz überwiegend defizitär“, so Kuno Moser, Geschäftsführer der Burgergemeinde Biel. „Die Erträge aus Steinbrüchen ermöglichen der Burgergemeinde, ihre Wälder nach strengen FSC-Richtlinien zu bewirtschaften und die öffentlichen Interessen bezüglich des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Erholung zu berücksichtigen.“

Amüsanter Film, amüsanter Anlass

Der Filmabend der Burgergemeinde Biel hat schon Tradition. Über 120 Burgerinnen und Burger folgten der Einladung der Burgergemeinde Biel und genossen einen unterhaltsamen Kinoabend mit anschliessendem Apéro.

Über 120 Besucherinnen und Besucher fanden sich im Kino Rex in Biel zum traditionellen Kinoabend der Burgeremeinde Biel ein. Gezeigt wurde die neue Komödie von Jean-Paul Améris „Une famille à louer“. Die Filmauswahl traf den Geschmack des Publikums, namentlich erschienen auch zahlreiche Jungburgerinnen und Jungburger zur Filmvorführung. Kurzweilig und amüsant war aber nicht nur der Film, sondern auch das anschliessende Apéro im Restaurant Arcade. Hier traf „man“ sich zum gemütlichen Beisammensein und zum regen Austausch. Der Filmabend der Burgergemeinde Biel fand zum siebten Mal statt.

Bieler Investorin des Jahres und beste Liegenschaftserneuerung des Jahres

Im Beisein von über 270 Interessierten fand am Abend des 1. März 2016 im Bieler Volkshaus die Verleihung des «Prix Engagement» für die «Bieler Investorin des Jahres» und für die «drei besten Liegenschaftserneuerungen des Jahres» statt. Grosse Siegerin ist die Burgergemeinde Biel mit ihrem sorgfältigen Sanierungsprojekt an der General-Dufour-Strasse 64A.

«Das hundertjährige Haus, eine Mischung aus Heimat- und Jugendstil, steht als Zeitzeuge für den Mietwohnungsbau unmittelbar vor dem 1. Weltkrieg. Unser Ziel war es, das von der kantonalen Denkmalpflege als erhaltenswert eingestufte Gebäude in seiner alten Pracht aufleben zu lassen und gleichzeitig den heutigen Wohnbedürfnissen anzupassen.
Der Renovationsbedarf war erheblich, insbesondere die Installationen hatten ihre Lebensdauer erreicht und mussten erneuert werden. Die Bäder, Toiletten sowie die Küchen wurden neu konzipiert. Unter der Mithilfe qualifizierter Fachbetriebe wurden Bodenbeläge in Massivholzparkett, Terrazzoböden oder Holzeinbauten repariert, ergänzt oder partiell neu eingebaut. Sämtliche Fenster wurden ausgewechselt und mit 3fach-Verglasung ausgerüstet. Die Fassaden wurden zum Erhalt des Wormserputzes im Niederdruckverfahren gereinigt. Prominent zeigen sich nun die farbigen Ornamente auf den Holzbauteilen.
Alle Wohnungen konnten ohne Inserat mit einer Affiche vor Ort sofort vermietet werden. Wir sind stolz auf unser Gebäude, das sich wieder als attraktiver Blickfang präsentiert.»

Architektur: Leimer Tschanz Architekten AG, Biel Bauingenieur: Schmid & Pletscher AG, Nidau Restaurator: Hans-Jörg Gerber, Nidau Baujahr: 1912 / 1913 Renovationsjahr: 2014 Wohnungen alt: 3 Wohnungen Wohnungen neu: 4 Wohnungen à je 4 Zimmer